Der Krypto-Markt geht nach einer Konsolidierungswoche verhaltener in die neue Handelswoche. Bitcoin stieß zum Auftakt der Vorwoche kurz über die 65.000-$-Marke, drehte dann aber unter Makro-Sorgen (fester Dollar, Warten auf die Inflationsdaten) zurück und pendelt heute um ~63.500 $. Ethereum zeigte erneut relative Stärke und hält sich dank einer fünften Zuflusswoche in Folge bei den Spot-ETFs nahe 1.900 $, während Solana per Saldo seitwärts lief. Die institutionelle Nachfrage blieb die tragende Stütze – die US-Spot-Krypto-ETFs sammelten in der Woche über 1,1 Mrd. $ netto ein –, doch das Momentum kühlte spürbar ab: Der Angst-&-Gier-Index fiel von 41 auf 37 Punkte und damit tiefer in den Angst-Bereich. Kurz gesagt: solide Zuflüsse, aber abwartende Nerven vor einer makrolastigen Woche mit FOMC-Protokoll und Jackson Hole.
Live-Kurse via Crypto.com, gegengeprüft mit dem Multi-Börsen-Index (Abweichung < 1 %), Stand 17.08.2026, ~09:30 Uhr MESZ. 7-Tage-Veränderung als Wochenbilanz (Montag zu Montag).
Angst-&-Gier-Index: Quelle CoinMarketCap. Dominanz und Altcoin-Season-Index als Orientierungswerte.
Kursbilanz der Vorwoche (KW 33): Eine Woche der Konsolidierung. Relativ am besten hielt sich Ethereum (~+0,7 % auf Wochensicht) dank anhaltender ETF-Nachfrage. Solana lief per Saldo seitwärts (~−0,7 %), und Bitcoin gab den frühen Ausbruch über 65.000 $ wieder ab (~−1,7 %), nachdem Makro-Sorgen die Notierung zwischenzeitlich unter 64.000 $ drückten. Die Kernstütze blieben die kräftigen Spot-ETF-Zuflüsse.
Die US-Spot-Krypto-ETFs verbuchten in der Woche mehr als 1,1 Mrd. $ Netto-Zufluss. Auf die Bitcoin-Fonds entfielen rund 854 Mio. $ (BlackRocks IBIT über 80 % davon), die Ether-Fonds legten ihre fünfte Zuflusswoche in Folge hin (~245 Mio. $). Ein klares Signal fortgesetzter institutioneller Nachfrage.Quelle: BTCC / news.bitcoin.com
Nach dem frühen Vorstoß über 65.000 $ zogen ein festerer Dollar und die Zurückhaltung vor den Inflationsdaten Bitcoin am 11.08. wieder unter die 64.000-$-Marke. Zugleich mehrten sich nach schwächeren Arbeitsmarktdaten die Erwartungen einer Fed-Zinssenkung im September.Quelle: Yahoo Finance
Der CLARITY Act wurde über die Sommerpause hinaus auf September verschoben. Parallel meldete die SEC Fortschritte bei einem regulatorischen Rahmen, und der Market-Maker Wintermute schloss seine Registrierung als SEC-Broker-Dealer ab – ein weiterer Schritt Richtung Institutionalisierung.Quelle: Yahoo Finance / The Block
Eine Schwachstelle der Coldcard-Hardware-Wallets führte zu Verlusten von nahezu 114 Mio. $ und rückte das Thema Selbstverwahrung erneut in den Fokus. Zugleich zeigt die anhaltende Ausdünnung – über 100 eingestellte Krypto-Projekte seit Jahresbeginn – eine fortschreitende Marktbereinigung.Quelle: BTCC
Der prägende Treiber der neuen Woche ist der Makro-Kalender. Nachdem schwächere US-Arbeitsmarktdaten die Erwartung einer Fed-Zinssenkung im September befeuert und Dollar wie Realzinsen etwas nachgeben ließen, richtet sich die volle Aufmerksamkeit nun auf zwei Termine: das FOMC-Protokoll am Mittwoch und das Jackson-Hole-Symposium zum Wochenende. Krypto-Assets folgen zuletzt eng der globalen Liquiditätserwartung – jedes Signal zum Zinspfad wird daher unmittelbar in Risikobereitschaft übersetzt.
Damit löst der Zins-Fokus das ETF-Thema der Vorwochen als wichtigsten Taktgeber ab – die Zuflüsse bleiben stark, treten aber hinter die Makro-Frage zurück. Fällt der Ton der Notenbanker taubenhaft aus, könnte Bitcoin die Rückeroberung der 65.000-$-Zone in eine tragfähigere Aufwärtsbewegung ausbauen; überwiegen dagegen Inflations- und „higher-for-longer"-Töne, bleiben Kryptowerte kurzfristig anfällig für Rücksetzer.
| Asset | Unterstützung | Widerstand | Ziel |
|---|---|---|---|
| BTC | 62.500 / 61.000 | 64.500 / 66.000 | 68.000+ |
| ETH | 1.850 / 1.800 | 1.950 / 2.000 | 2.100 |
| SOL | 74 / 70 | 78 / 82 | 88 |
Angaben in US-Dollar. Marken dienen der Orientierung und sind keine Anlageempfehlung.
BTC verteidigt die Zone oberhalb von 62.500 $, hat den frühen Ausbruch über 65.000 $ aber wieder abgegeben. Solange die Stimmung im Angst-Bereich verharrt und kein nachhaltiger Sprung über 64.500–66.000 $ gelingt, bleibt es eine Akkumulations- bzw. Konsolidierungsphase – die starken ETF-Zuflüsse stützen jedoch die Bodenbildung.
ETH zeigt dank ETF-Nachfrage und Angebotsverknappung die klarste relative Stärke und arbeitet sich erneut an die 2.000-$-Marke heran. Ein nachhaltiger Wochenschluss darüber würde eine frühe Aufwärtsphase bestätigen; darunter bleibt es eine Aufwärts-Akkumulation mit Momentum.