Der Tag gehört den deutschen Daten. Das ifo-Geschäftsklima stieg im August auf 88,8 Punkte nach 86,7 im Juli – erwartet worden waren lediglich 87,1. Es ist der vierte Anstieg in Folge. ifo-Präsident Clemens Fuest: „Die Unsicherheit ist weiter gesunken. Trotz erneut steigender Energiepreise erholt sich die deutsche Wirtschaft." Bereits um 10:00 Uhr hatte das Statistische Bundesamt geliefert: Das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal wurde auf +0,3 % nach oben revidiert – das dritte Wachstumsquartal in Folge, getragen von den Exporten.
Der DAX schloss daraufhin 0,68 % höher bei 26.285,06 Punkten und damit nahe dem Tageshoch. Rückenwind kam von einer zweiten Seite: Der Ölpreis brach um rund 3 % ein. Der Grund ist bemerkenswert – US-Finanzminister Bessent stellte am Montagabend das Iran-Sanktionspaket „Operation Economic Outcast" vor, und der Markt las es als Signal, dass Washington auf wirtschaftlichen Druck statt auf militärische Eskalation setzt. Chinesische Staatsbanken wurden ausdrücklich nicht benannt. Die Risikoprämie im Ölpreis schmolz entsprechend.
An der Wall Street dreht sich das Bild vom Vortag um: Heute führt Technologie (Nasdaq Composite +0,55 %), während der Dow nur 0,10 % zulegt. Nach sieben Verlusttagen in Folge erholt sich Nvidia – die Zahlen kommen am Mittwochabend. Belastend wirken dagegen schwache US-Daten: Die Neubauverkäufe brachen um 10,5 % ein, und das Verbrauchervertrauen sank auf 89,4 statt der erwarteten 90,3.
Die eigentliche Geschichte in Asien ist eine Aufholjagd. Südkoreas Kospi eröffnete 3,7 % im Minus und fiel im Tief bis auf 6.408,82 Punkte – das entspräche einem Tagesverlust von 4,3 %. Die Enttäuschung über Samsungs Aktionärsrückgabeprogramm vom Vortag wirkte zunächst massiv nach. Im Verlauf drehte der Markt jedoch und schloss nur noch 0,60 % tiefer bei 6.656,86 Zählern. Samsung Electronics lag am Vormittag noch bei rund −2,5 %, SK Hynix bei −4,6 %.
Auch Tokio drehte im Handelsverlauf: Am Vormittag notierte der Nikkei noch rund 0,8 % im Minus (Advantest −3,6 %), zum Schluss stand ein Plus von 328,34 Punkten bzw. 0,50 % auf 65.856,43. Diese Intraday-Wende in Asien war der Auslöser für die Chip-Erholung, die sich anschließend in Europa und den USA fortsetzte. Hongkong schloss nahezu unverändert, Festlandchina 0,19 % fester.
Alle vier Rechenproben gegen die Vortagesschlüsse stimmen. Für den Hang Seng nennen zwei Quellen abweichende Schlussstände (25.511,10 bei Yahoo, 25.480,00 bei Investing.com), beide intern konsistent – wir weisen ihn daher als Näherung aus.
Der Montag bestätigte das Rotationsmuster in aller Deutlichkeit. Der Dow gewann 140,15 Punkte bzw. 0,26 % auf 53.417,16, während der S&P 500 0,28 % auf 7.652,86 und der Nasdaq Composite 0,77 % auf 25.980,19 nachgaben. Acht der elf S&P-Sektoren schlossen im Plus – der Technologiesektor verlor jedoch 1,8 %, während Basiskonsum 1,7 % und Finanzwerte 1,3 % zulegten.
Im Zentrum stand ein Ausverkauf bei Speicherchips: Micron −5,8 %, SanDisk −6,5 %, Seagate −6,5 %, Broadcom −2,6 %. Nvidia verlor 2,94 % – der siebte Verlusttag in Folge. Getragen wurde der Dow dagegen von Visa (+3,06 %), Walmart (+2,69 %) und UnitedHealth (+2,22 %). Am Anleihemarkt gaben die Renditen nach, nachdem berichtet worden war, Finanzminister Bessent erwäge, das Treasury General Account mit rund 950 Mrd. USD für Anleiherückkäufe heranzuziehen.
Für den Nasdaq 100 liegen widersprüchliche Angaben verschiedener Anbieter vor, die sich nicht mit dem verifizierten Freitagsschluss vereinbaren lassen. Wir weisen deshalb ersatzweise den Kassa-ETF QQQ mit seinem Schlusskurs aus, statt einen unsicheren Indexpunktstand zu veröffentlichen.
(a) Ausgangslage und Verlauf: Der DAX war am Montag mit 26.106,60 Punkten (−0,11 %) aus dem Handel gegangen. Am Dienstag setzten die beiden deutschen Datenveröffentlichungen um 10:00 Uhr den Ton – zuerst die BIP-Revision, dann das ifo-Geschäftsklima. Der Index zog daraufhin an und schloss 178,46 Punkte bzw. 0,68 % höher bei 26.285,06 Zählern. Zum Rekordhoch bei 26.574 Punkten fehlen damit rund 290 Zähler. dpa-AFX titelte: „DAX schleicht sich nach oben – Ermutigende Signale aus der deutschen Wirtschaft."
(b) Einzelwerte: Tagessieger war Scout24 mit einem Plus von bis zu 4,6 % auf den höchsten Stand seit Februar. Dahinter folgten Siemens Energy (+3,01 %), Zalando (+2,7 %) und – als Profiteur der Chip-Erholung vor den Nvidia-Zahlen – Infineon (+2,4 bis +2,7 %). Auch Heidelberg Materials (+1,91 %), Allianz (+1,37 %) und Airbus (+1,16 %) legten zu. Auf der Verliererseite standen adidas (−1,3 bis −1,8 %), Siemens Healthineers (−1,2 bis −1,7 %) und BASF (−1,2 bis −1,4 %). Außerhalb des DAX fielen Deutz (+9,86 %) und Kion (+5,51 %) auf – Industrie- und Infrastrukturwerte reagierten am stärksten auf das ifo-Signal. Gerresheimer verlor rund 7 % nach dem Rücktritt von Interims-Chef Uwe Röhrhoff.
(c) Volkswagen – die Betriebsversammlung eskalierte: In Wolfsburg wurde Konzernchef Oliver Blume ausgepfiffen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte, das Vertrauen in den Vorstand sei „beschädigt" – wenn auch „nicht irreparabel" – und nannte Blumes Formulierung „ohne Veränderungen bei den Arbeitskosten" eine „sprachliche Nebelkerze". Auslöser war Blumes Verweis auf einen Kostennachteil von 20 % gegenüber Wettbewerbern und das Szenario von bis zu 50.000 Stellenstreichungen sowie vier betroffenen Werken. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies nannte Werksschließungen „wirklich fatal". Bis Ende August sind neun außerordentliche Betriebsversammlungen angesetzt.
DAX-Schluss in zwei Quellen bestätigt (finanzen.net 26.285,06, dpa-AFX 26.284,73 – die Differenz ist Auktionsrauschen), Rechenprobe gegen den Montagsschluss stimmt. MDAX- und TecDAX-Werte sind Intraday-Stände von 10:53 bzw. 15:30 Uhr; die dpa-AFX-Schlussmeldung mit den Nebenindizes war zum Redaktionsschluss nicht greifbar. Für Euro Stoxx 50 und Stoxx Europe 600 lagen keine verifizierbaren Tageswerte vor. Die 10-jährige Bundrendite notierte bei 3,2403 % (−0,6 Basispunkte).
Das Bild vom Montag kehrt sich um: Heute führt Technologie. Der Nasdaq Composite gewinnt 142,31 Punkte bzw. 0,55 % auf 26.122,51 (Stand 17:32 Uhr MESZ), der S&P 500 0,24 % auf 7.671,28, während der Dow nur 0,10 % auf 53.467,98 zulegt. Treiber ist eine Schnäppchenjagd im Halbleitersektor vor den Nvidia-Zahlen am Mittwochabend – die Aktie notierte vorbörslich 1,3 % höher bei 211,20 USD nach sieben Verlusttagen in Folge.
Unterstützt wird die Erholung von zwei Seiten: dem deutlich fallenden Ölpreis und den nachgebenden Renditen – die 10-jährige US-Rendite sinkt um 4,4 Basispunkte auf 4,660 %. Gegen die Bewegung arbeiten dagegen die schwachen Konjunkturdaten des Tages: Die Neubauverkäufe brachen im Juli um 10,5 % auf eine Jahresrate von 607.000 ein (erwartet 620.000), und das Verbrauchervertrauen des Conference Board fiel auf 89,4 statt der erwarteten 90,3. Nur Indexstände, keine Einzelwerte.
Kassa-Indexstände von Yahoo Finance und Google Finance mit Zeitstempel (11:28 bis 11:45 Uhr ET), alle Rechenproben gegen die Montagsschlüsse bestätigt. Gegenprüfung über die Kassa-ETFs: SPY +0,20 % (11:42 Uhr ET), QQQ +0,55 % (11:45 Uhr ET), im weiteren Verlauf +0,78 %. Für den Nasdaq 100 lag erneut kein belastbarer Punktstand vor.
Der Ölpreis ist die zweite große Bewegung des Tages – und die Begründung ist ungewöhnlich. WTI fällt um 2,58 USD bzw. 3,03 % auf 82,43 USD, Brent um gut 3 % auf rund 89 USD. Auslöser ist Bessents Sanktionspaket vom Vorabend: Der Markt liest es als Beleg dafür, dass Washington auf wirtschaftlichen Druck statt auf militärische Eskalation setzt. CNBC titelte: „Oil drops 3% as U.S. shifts to economic pressure on Iran, easing fears of renewed war." Damit schmilzt ein Teil der Kriegsrisikoprämie – zur Einordnung: Der Iran-Konflikt läuft im sechsten Monat, die Straße von Hormus ist Gegenstand einer Seeblockade, die Golf-Förderung liegt bei gut der Hälfte des Vorkriegsniveaus.
Die Edelmetalle konsolidieren nach ihrem starken Lauf: Gold gibt 0,57 % auf 4.624,40 USD ab, Silber 1,54 % auf 67,78 USD, Platin 1,76 % auf 1.840,00 USD und Palladium 2,39 % auf 1.306,00 USD. Kitco spricht von Gewinnmitnahmen nach dem Test des Übernacht-Widerstands. Angesichts eines Goldpreises, der im Jahresvergleich noch immer rund 40 % höher liegt, ist das eine Verschnaufpause und keine Trendwende.
Edelmetalle als Spotkurse von Kitco (16:12 Uhr MESZ), Prozentwerte durch eine zweite Quelle bestätigt. WTI in zwei Quellen bestätigt, Rechenprobe gegen das Montags-Settlement von 85,01 USD stimmt. Der Brent-Wert liegt nur einfach bestätigt vor (89,41 USD), passt aber rechnerisch exakt zum Montags-Settlement von 92,03 USD – wir weisen ihn deshalb gerundet aus.
| Datum | Ereignis | Ist | Erwartung | Vorher |
|---|---|---|---|---|
| Di 25.08. | ifo-Geschäftsklima Deutschland (Aug) ★ Hohe Relevanz | 88,8 | 87,1 | 86,7 |
| Di 25.08. | ifo-Geschäftslage / Geschäftserwartungen | 88,5 / 89,1 | 87,0 / 87,5 | — |
| Di 25.08. | Deutschland BIP Q2 (Revision) ★ Hohe Relevanz | +0,3 % | — | +0,2 % |
| Di 25.08. | US-Verbrauchervertrauen (Conference Board, Aug) | 89,4 | 90,3 | 90,2 |
| Di 25.08. | US-Neubauverkäufe (Juli, Jahresrate) | 607 Tsd. | 620 Tsd. | −10,5 % m/m |
| Mi 26.08. | US-PCE-Preisindex (Juli) – Inflationsmaß der Fed ★ Hohe Relevanz | — | — | — |
| Mi 26.08. | Nvidia-Quartalszahlen (nach US-Schluss) ★ Hohe Relevanz | — | 92,0 Mrd. $ | 46,7 Mrd. $ |
| Fr 28.08. | Jackson Hole: Keynote von Fed-Chef Kevin Warsh ★ Hohe Relevanz | 16:00 Uhr | — | — |
Alle Uhrzeiten in MESZ. Das US-Verbrauchervertrauen ist auffällig gespalten – und die Spaltung ist die eigentliche Aussage: Die Beurteilung der Gegenwart verbesserte sich deutlich (Present Situation Index von 114,4 auf 121,2; der Anteil derer, die Jobs als reichlich vorhanden einstufen, stieg von 24,4 auf 27,0 %), während die Erwartungen weiter abrutschten (von 74,0 auf 68,2 – tief unter der Rezessionsschwelle von 80). 61,3 % der Befragten erwarten steigende Zinsen in den kommenden zwölf Monaten. Genannte Sorgen: Preise allgemein, Öl und Benzin, zunehmend auch Krieg und Konflikt.
Keine relevanten Börsenfeiertage. Xetra, NYSE, Nasdaq, Tokio, Hongkong, Seoul und London handelten am Dienstag, 25.08.2026, regulär. Auch für den Rest der Woche (bis 28.08.) sind keine Schließungen vorgesehen. Zu beachten für die Folgewoche: Am Montag, 31.08., ist in Großbritannien Summer Bank Holiday – die Londoner Börse bleibt geschlossen.
Alles läuft auf Mittwochabend zu. Nvidia berichtet am 26.08. nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027. Der Konsens erwartet einen Umsatz von 92,03 Mrd. USD nach 46,74 Mrd. USD im Vorjahresquartal und ein Ergebnis je Aktie von 2,09 USD (+99 %). Die Analystenhäuser haben zuletzt aufgestockt: Raymond James sieht 352 USD, KeyBanc 330 USD, Rosenblatt 325 USD – das Konsens-Kursziel liegt bei 328,79 USD. Im Fokus stehen der Hochlauf der Rubin-Generation und die Frage, ob das Management seinen Dreijahres-Ausblick für das Rechenzentrumsgeschäft von rund 500 Mrd. USD anhebt. Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von etwa 312 Mrd. USD Marktkapitalisierung ein.
Als Gegenposition hat sich ein neues Bärenargument formiert: Bernstein-Analyst Stacy Rasgon warnt vor Druck auf die Bruttomarge und stellt kritische Fragen zu Nvidias eigener Finanzierung großer KI-Projekte. Passend dazu die Meldung, Nvidia habe Kunden wegen gestiegener Speicherkosten Serverpreiserhöhungen von über 15 % angekündigt. Ebenfalls am Mittwochabend berichten Salesforce und CrowdStrike, am Donnerstag folgt Marvell Technology. Heute Abend melden sich Intuit, Zoom und Box.
Live-Kurse (Crypto.com, Stand 17:44 Uhr MESZ): Der Kryptomarkt konsolidiert nach der starken Vorwoche. Bitcoin notiert bei 79.376 $ (+0,25 %) und hat im Tagesverlauf bis auf 81.271 $ angezogen – der höchste Stand seit Mitte Mai. Solana gewinnt 1,67 % auf 98,04 $, Ethereum gibt 0,78 % auf 2.477 $ nach.
Der Auslöser des Sprungs über die 80.000er-Marke liegt erneut an der Zinsseite: Berichte, wonach Finanzminister Bessent das Treasury General Account mit rund 950 Mrd. USD für Anleiherückkäufe heranziehen könnte, drückten die Renditen und begünstigten damit zinslose Anlageklassen. Bemerkenswert ist die Einordnung von CoinDesk: Der erste Rückkauf über 4 Mrd. USD habe die Renditen nicht nachhaltig zähmen können – dafür aber eine Bitcoin-Rally ausgelöst.
| Sektor | Bewertung | Momentum |
|---|---|---|
| Technologie | teuer | Erholung vor Nvidia |
| Halbleiter | teuer | Schnäppchenjagd nach Ausverkauf |
| Kommunikation | fair | neutral |
| Zykl. Konsum | fair | schwach (Verbrauchervertrauen) |
| Basiskonsum | fair | defensiv gesucht |
| Gesundheit | günstig | gemischt |
| Finanzen | fair | stark (Allianz +1,4 %) |
| Industrie | fair | ifo-Rückenwind (Deutz +9,9 %) |
| Bau / Baustoffe | fair | fest (Heidelberg Mat. +1,9 %) |
| Energie | fair | Öl bricht 3 % ein |
| Versorger | fair | Zinsentlastung |
| Edelmetalle | teuer | Gewinnmitnahmen |
Zur Orientierung: Der Tag hat zwei Achsen. Auf der einen wirkt das ifo-Signal – Industrie, Bau und Baustoffe sind die klaren Profiteure, sichtbar an Deutz, Kion und Heidelberg Materials. Auf der anderen wirkt der Ölpreisrutsch: Er entlastet Konsum und Transport, belastet aber den Energiesektor direkt. Die Halbleiter erholen sich, doch das ist Positionierung vor den Nvidia-Zahlen und keine fundamentale Wende – nach sieben Verlusttagen und einer Rally von rund 90 % seit Jahresbeginn bleibt die Bewertung anspruchsvoll. Bei den Edelmetallen handelt es sich um Gewinnmitnahmen in einem intakten Trend. Keine Anlageberatung.
Der Index kletterte im August auf 88,8 Punkte nach 86,7 im Juli; erwartet worden waren 87,1. Sowohl die Geschäftslage (88,5) als auch die Erwartungen (89,1) übertrafen die Prognosen. ifo-Präsident Clemens Fuest: „Die Unsicherheit ist weiter gesunken. Trotz erneut steigender Energiepreise erholt sich die deutsche Wirtschaft." Das verarbeitende Gewerbe erwartet steigende Produktion – Schwachpunkt bleiben die Auftragsbestände. Bereits zuvor hatte Destatis die BIP-Revision für Q2 auf +0,3 % gemeldet, das dritte Wachstumsquartal in Folge.
ifo Institut / DestatisUS-Finanzminister Bessent stellte am Montagabend das Iran-Sanktionspaket vor: „We are launching an economic onslaught against Iran's financial connections around the globe." Betroffen sind Broker, Firmen und Schattenflotten-Tanker in den VAE, Hongkong, China, Singapur, der Schweiz und Europa. Sekundärsanktionen gegen Drittstaaten wurden angedroht, aber ohne Zeitplan und Länderliste – chinesische Staatsbanken wurden nicht benannt. Bessent: „We are giving everyone the opportunity to remedy bad behavior." Der Markt las das als Deeskalationssignal: Öl fiel um rund 3 %, der iranische Rial auf ein Rekordtief über 2 Mio. je Dollar.
CBS News / NPR / AxiosNvidia notierte vorbörslich 1,30 % höher bei 211,20 USD, nachdem die Aktie sieben Handelstage in Folge verloren hatte. Die Analystenhäuser haben aufgestockt: Raymond James 352 USD, KeyBanc 330 USD, Rosenblatt 325 USD. Im Fokus stehen der Rubin-Hochlauf und die Frage, ob der Dreijahres-Ausblick für das Rechenzentrumsgeschäft von rund 500 Mrd. USD angehoben wird. Als Gegenposition warnt Bernstein-Analyst Stacy Rasgon vor Margendruck und stellt Fragen zu Nvidias eigener Finanzierung großer KI-Projekte. Passend dazu: Nvidia hat Kunden Serverpreiserhöhungen von über 15 % wegen steigender Speicherkosten angekündigt.
Benzinga / KiplingerAuf der Betriebsversammlung in Wolfsburg schlug Konzernchef Oliver Blume offene Ablehnung entgegen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte, das Vertrauen in den Vorstand sei „beschädigt" – wenn auch „nicht irreparabel" – und nannte Blumes Formulierung „ohne Veränderungen bei den Arbeitskosten" eine „sprachliche Nebelkerze". Im Raum stehen bis zu 50.000 Stellen und vier Werke; Blume verweist auf einen Kostennachteil von 20 % gegenüber Wettbewerbern. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies nannte Werksschließungen „wirklich fatal". Bis Ende August folgen neun außerordentliche Betriebsversammlungen.
t-online / ZDFheuteDer Index fiel auf 89,4 nach 90,2 im Juli, erwartet worden waren 90,3 – der zweite Rückgang in Folge. Bemerkenswert ist die Spaltung: Die Beurteilung der Gegenwart verbesserte sich deutlich auf 121,2 (von 114,4), der Anteil derer, die Jobs als reichlich vorhanden sehen, stieg von 24,4 auf 27,0 %. Die Erwartungen fielen dagegen auf 68,2 (von 74,0) und liegen damit tief unter der Rezessionsschwelle von 80. 61,3 % erwarten steigende Zinsen. Ebenfalls schwach: Die Neubauverkäufe brachen um 10,5 % auf 607.000 ein.
Conference Board / ReutersNach den seit Samstag geltenden 50-Prozent-Zöllen kündigte Präsident Trump zusätzlich 50 % Zölle auf kanadische Automobilimporte ab dem 1. Januar 2027 an. Premier Mark Carney hatte am 22. August erklärt, sein Land befinde sich mit den USA „at war", und die kanadischen Gegenzölle für den 8. September bestätigt. Die Handelsgespräche sind kollabiert; ein neuer Streitpunkt ist die französische Sprache in Québec als angebliches Handelshemmnis.
Yahoo Finance / NPR / CNNFed-Chef Kevin Warsh hält am Freitag um etwa 16:00 Uhr MESZ seine erste Jackson-Hole-Rede als Vorsitzender; das Symposiumsthema lautet „Financial Innovation: Implications for Payments and Policy". Der Subtext ist entscheidend: 19 Tage vor der FOMC-Sitzung am 16. September liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei rund eins zu drei – bei einer Inflation in den mittleren 3 Prozent und einem Juli-Arbeitsmarktbericht von −23.000 Stellen. Am selben Morgen erscheinen die PCE-Daten für Juli.
Federal Reserve / XTBMontag (24.08.): Rotation aus Technologie in Substanzwerte; Bessent stellte am Abend das Iran-Sanktionspaket vor.
Dienstag (25.08.): Der deutsche Datentag – ifo-Geschäftsklima 88,8 und BIP-Revision auf +0,3 % trieben den DAX auf 26.285 Punkte. In den USA enttäuschten Verbrauchervertrauen und Neubauverkäufe.
Mittwoch (26.08.): Doppelter Höhepunkt – nachmittags der US-PCE-Preisindex als bevorzugtes Inflationsmaß der Fed, nach US-Börsenschluss die Nvidia-Quartalszahlen (Konsens 92,0 Mrd. USD Umsatz, 2,09 USD je Aktie). Ebenfalls: Salesforce und CrowdStrike.
Donnerstag (27.08.): Nachlauf der Nvidia-Reaktion, EZB-Protokoll, Zinsentscheid der Bank of Korea, Auftakt des Jackson-Hole-Symposiums. Nachbörslich Marvell Technology.
Freitag (28.08.): Der Showdown – die Keynote von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole gegen 16:00 Uhr MESZ, sein erster großer Auftritt als Notenbankvorsitzender, 19 Tage vor der FOMC-Sitzung. Dazu deutsche Arbeitsmarktdaten und Inflationszahlen aus Japan und Frankreich.
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