Der Handelstag hat ein einziges Thema, und das liegt noch vor uns. Nvidia legt heute nach US-Börsenschluss gegen 22:20 Uhr MESZ die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Der Konsens erwartet einen Umsatz von 92,2 Mrd. USD – ein Plus von 97 % gegenüber Vorjahr – und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,09 USD. Entscheidender ist der Ausblick: Erwartet werden rund 104 Mrd. USD für das laufende Quartal. wallstreet-online formulierte es treffend: „Wie das Kaninchen vor der Schlange scheint auch ein Großteil der weltweiten Investoren vor den Quartalszahlen des KI-Highflyers gelähmt."
Entsprechend ereignisarm verlief der Tag. Der DAX schloss 0,19 % höher bei 26.315,91 Punkten – am Mittag hatte er noch 0,48 % vorn gelegen und gab die Gewinne bis zum Schluss weitgehend ab. An der Wall Street pendeln alle Leitindizes um die Nulllinie. Der US-PCE-Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, kam mit 3,7 % gegenüber Vorjahr leicht über der Erwartung von 3,6 % herein; die Kernrate lag mit 3,3 % im Rahmen – und genau das entschärfte die Zahl.
Bemerkenswert ist die Struktur unter der Oberfläche: Nvidia selbst gibt rund 0,9 % ab, während die zweite Reihe zulegt – AMD +1,3 %, Micron +1,2 %. Im DAX führten Heidelberg Materials (+5,2 %) und die Deutsche Bank (+4,3 %), die auf den höchsten Stand seit 15 Jahren stieg. Größter Verlierer war SAP mit −2,9 % nach einer Abstufung durch die UBS. Und der Ölpreis fiel auf ein Zweiwochentief, nachdem sich Iran und Oman auf einen vorläufigen Rahmen zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus verständigt haben.
Asien ging geschlossen fester in den Nvidia-Abend. Am stärksten legte Südkoreas Kospi zu – 113,70 Punkte bzw. 1,69 % auf 6.856,44. Getragen wurde der Anstieg von den Halbleiterschwergewichten: Samsung Electronics gewann 2,53 % auf 263.500 Won, SK Hynix 0,66 % auf 1.689.000 Won. Damit hat der koreanische Markt die Samsung-Enttäuschung vom Wochenbeginn vollständig hinter sich gelassen. Der technologielastige Kosdaq legte 1,70 % zu.
In Tokio stieg der Nikkei 225 um 405,73 Punkte bzw. 0,62 % auf 66.262,16, angeführt von Mitsubishi Materials (+5,95 %), Tepco (+3,96 %) und Advantest (+3,63 %). Schwach zeigten sich dagegen die Reedereien K-Line (−3,36 %) und NYK (−2,48 %) sowie SUMCO (−3,90 %). Hongkong und Festlandchina schlossen jeweils rund 0,7 % fester. Neben der positiven Wall-Street-Vorgabe wirkten die deutlich fallenden Ölpreise als Treiber – sie entlasten die rohstoffimportierenden Volkswirtschaften der Region unmittelbar.
Nikkei-Schlussstand von der offiziellen Nikkei-Indexseite, alle vier Rechenproben gegen die Vortagesschlüsse bestätigt. Achtung bei fremden Quellen: Mehrere Agenturmeldungen des Vormittags führten Intraday-Stände als Schlusskurse (etwa Kospi 6.808 statt 6.856,44) – wir verwenden ausschließlich die offiziellen Schlussstände.
Der Dienstag brachte einen freundlichen Handelstag mit breiter Beteiligung. Der Nasdaq Composite gewann 171,11 Punkte bzw. 0,66 % auf 26.151,30, der S&P 500 24,42 Punkte bzw. 0,32 % auf 7.677,28, der Dow 160,24 Punkte bzw. 0,30 % auf 53.577,40. Im Zentrum stand eine Erholung der Halbleiterwerte nach dem Ausverkauf zu Wochenbeginn: Applied Materials +5,55 %, Marvell +5,54 %, AMD +4,63 %. Nvidia legte 2,2 % auf 213,05 USD zu und beendete damit eine siebentägige Verlustserie.
Gegen den Trend standen Softwarewerte – Microsoft verlor 3,04 %, Adobe 3,78 %. Als Treiber wirkten die fallenden Ölpreise, rückläufige Anleiherenditen und zum Handelsschluss Berichte über eine mögliche US-Iran-Waffenruhe. Belastend blieben das schwache Verbrauchervertrauen auf einem Sieben-Monats-Tief und Berichte über Serverpreiserhöhungen bei Nvidia, die die Debatte um die Bruttomarge neu entfachten.
Alle vier Schlussstände sind Kassa-Indexstände aus mehreren unabhängigen Quellen, die Rechenproben gegen die Montagsschlüsse stimmen. Die genannten Einzelwerte stammen jeweils aus einer Quelle.
(a) Verlauf: Der DAX startete freundlich und lag zur Mittagszeit mit 26.391 Punkten noch 0,48 % im Plus. Bis zum Xetra-Schluss gab er den Großteil davon wieder ab und beendete den Tag 49,77 Punkte bzw. 0,19 % höher bei 26.315,91 Zählern. Zum Rekordhoch bei rund 26.574 Punkten fehlen damit gut 250 Punkte. Das Muster passt zum Gesamtbild: Vor den Nvidia-Zahlen wollte niemand Risiko aufbauen.
(b) Einzelwerte – zwei klare Gewinnerlager: An der Spitze standen Heidelberg Materials mit +5,24 % und die Deutsche Bank mit +4,31 %, die damit den höchsten Stand seit 15 Jahren erreichte; die Commerzbank folgte mit +2,81 %. Auch außerhalb des Leitindex war die Zyklik gefragt: Salzgitter gewann über 7 %, ThyssenKrupp 5,14 % – die Stahlwerte setzten ihre Erholung fort. Qiagen legte 2,2 % zu auf Berichte über Verkaufsgespräche mit Private-Equity-Häusern bei 50 USD je Aktie. Größter Verlierer war SAP mit −2,93 %, zwischenzeitlich fast 4 % im Minus: UBS-Analyst Michael Briest entzog die Kaufempfehlung – die Aktie sei „reasonably valued", die Anlegerstimmung aber fragil. Dahinter folgten adidas (−1,25 %) und Volkswagen (−1,20 %).
(c) Volkswagen – Betriebsversammlungen in Emden und Zwickau: Nach dem turbulenten Auftakt in Wolfsburg wurde Konzernchef Oliver Blume konkreter. Rund ein Viertel der Managementpositionen wird abgebaut – der Stellenabbau konzentriert sich auf Nicht-Produktionsbereiche. Vier Standorte hätten in den 2030er-Jahren keine wettbewerbsfähige Belegung: Emden, Zwickau, Hannover und Audi Neckarsulm. Blume schränkte ein: „Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind" – diese seien „immer die letzte und teuerste Lösung". Er sagte belastbare Perspektiven für alle Standorte binnen sechs bis zwölf Monaten zu. Die kursierende Zahl von 50.000 Stellen nannte er eine „theoretische Rechnung", nicht einen Zielwert.
(d) Devisen und Anleihen: Der Euro gab auf 1,1655 USD nach (−0,17 %) – robuste US-Auftragsdaten stützten den Dollar. Die 10-jährige Bundrendite sank um 1,2 Basispunkte auf 3,1918 %.
Der DAX-Schlusswert stammt von onvista (Stand 17:30 Uhr) und ist rechnerisch konsistent mit dem dpa-AFX-Vortagesschluss von 26.266,14 Punkten – die offizielle dpa-Schlussmeldung lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor. Bei MDAX, TecDAX, Euro Stoxx 50 und Stoxx Europe 600 differieren die Prozentangaben der Anbieter, weil sie gegen unterschiedliche Vortagesbasen rechnen; die Punktstände sind dagegen konsistent. Der Stoxx Europe 600 schloss bei 656,64 Punkten.
Klassische Vor-Nvidia-Lähmung. Zum Notierungszeitpunkt um 17:52 Uhr MESZ (11:52 Uhr ET) pendeln alle vier Leitindizes um die Nulllinie: Der S&P 500 steht mit 7.674,42 Punkten praktisch unverändert (−0,04 %), der Nasdaq 100 bei 29.184,66 (−0,08 %), der Dow bei 53.456,71 (−0,23 %) und der Nasdaq Composite bei 26.088,25 (−0,24 %).
Der Verlauf zeigt einen langsamen Rückzug: Gegen 16:30 Uhr MESZ hatten alle drei Hauptindizes noch leicht im Plus notiert, seither wurden die Gewinne abgegeben. Der leicht über der Erwartung liegende PCE-Preisindex bewegte den Aktienmarkt kaum – die im Rahmen liegende Kernrate entschärfte ihn. Die robusten Auftragsdaten für langlebige Güter stützten dagegen den Dollar. Volumen und Risikobereitschaft bleiben gedeckelt bis 22:20 Uhr MESZ. Nur Indexstände, keine Einzelwerte.
Kassa-Indexstände von Yahoo Finance mit sekundengenauem Zeitstempel, gegengeprüft über die Kassa-ETFs: SPY −0,07 %, QQQ −0,07 % (jeweils 11:37 Uhr ET), DIA −0,19 % (10:45 Uhr ET). Es wurden ausschließlich Kassa-Quellen verwendet; Kontrakt- und CFD-Notierungen wurden bewusst verworfen.
Der Ölpreis ist auf ein Zweiwochentief gefallen – und der Grund ist diplomatisch. Iran und Oman haben sich laut Reuters auf einen vorläufigen Rahmen zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus verständigt. Brent gab rund 2 % ab und notiert bei etwa 86 bis 87 USD; seit Montag hat die Sorte damit rund 8 USD je Barrel verloren. WTI liegt um 80 bis 82 USD. Zusätzlich meldete das American Petroleum Institute einen Anstieg der US-Rohölvorräte um 4,2 Mio. Barrel. Zur Einordnung: Trotz des Rückgangs liegt Rohöl seit Jahresbeginn weiterhin über 40 % im Plus – die Hormus-Prämie ist reduziert, nicht verschwunden. Teheran erklärte heute zudem, die USA stünden einem Abkommen im Weg.
Die Edelmetalle geben leicht nach: Gold verliert 0,78 % auf 4.621,50 USD, Silber 0,51 % auf 68,19 USD, Platin bleibt mit 1.850,00 USD nahezu unverändert, Palladium legt 0,46 % zu. Kitco führt den Rückgang direkt auf die Inflationsdaten zurück: „Spot gold and silver prices are lower in early U.S. trading Wednesday, after July PCE inflation came in slightly hotter than expected."
Edelmetalle als Spotkurse von Kitco (16:13 Uhr MESZ), Goldwert durch eine zweite Quelle gestützt. Beim Öl liefern vier Quellen vier unterschiedliche Niveaus (Brent zwischen 86,65 und 88,50 USD, WTI zwischen 80,46 und 82,38 USD). Belastbar ist die Richtung, nicht der exakte Punktwert – wir weisen ihn deshalb als Spanne aus, statt eine Scheingenauigkeit zu erzeugen.
| Datum | Ereignis | Ist | Erwartung | Vorher |
|---|---|---|---|---|
| Mi 26.08. | US PCE-Preisindex y/y (Juli) – Inflationsmaß der Fed ★ Hohe Relevanz | 3,7 % | 3,6 % | 3,7 % |
| Mi 26.08. | US Kern-PCE y/y (Juli) ★ Hohe Relevanz | 3,3 % | 3,3 % | — |
| Mi 26.08. | US Persönliche Einkommen / Konsumausgaben (Juli) | +0,4 % / +0,2 % | — | — |
| Mi 26.08. | US Auftragseingänge langlebige Güter (Juli) | +1,1 % | +0,5 % | — |
| Mi 26.08. | US BIP Q2 (2. Schätzung, annualisiert) | +1,5 % | — | +2,1 % (Q1) |
| Mi 26.08. | Nvidia-Quartalszahlen (nach US-Schluss) ★ Hohe Relevanz | 22:20 Uhr | 92,2 Mrd. $ | 46,7 Mrd. $ |
| Do 27.08. | Jackson Hole Tag 1 · EZB-Protokoll · Marvell-Zahlen | — | — | — |
| Fr 28.08. | Jackson Hole: Keynote von Fed-Chef Kevin Warsh ★ Hohe Relevanz | 16:00 Uhr | — | — |
Alle Uhrzeiten in MESZ. Der PCE-Bericht war knapp zu warm, aber nicht alarmierend: Die Gesamtrate lag mit 3,7 % einen Zehntelpunkt über der Erwartung, die für die Fed maßgebliche Kernrate traf mit 3,3 % genau die Prognose. Die Sparquote blieb bei 3,0 %. Zusammen mit den robusten Auftragsdaten und einem unveränderten Q2-Wachstum von 1,5 % bleibt die Fed in der Zwickmühle – zumal die Diskussion dort nicht um eine Zinssenkung, sondern um eine mögliche Erhöhung geht. Bei der Juli-Sitzung stimmten drei Regionalpräsidenten für eine Anhebung; das Ergebnis 9:3 war die hawkischste Spaltung seit 2016.
Keine relevanten Börsenfeiertage. NYSE, Nasdaq, Xetra, Euronext, LSE, Tokio, Hongkong, Schanghai und Sydney handelten am Mittwoch, 26.08.2026, regulär. Auch für den Rest der Woche sind keine Schließungen vorgesehen. Der einzige August-Feiertag ist der Summer Bank Holiday am Montag, 31.08., an dem die Londoner Börse geschlossen bleibt.
Heute Abend ballt sich alles. Nach US-Börsenschluss berichten neben Nvidia auch Salesforce, CrowdStrike, HP Inc., Okta, Synopsys und Agilent. Aus Deutschland meldete sich heute lediglich Aroundtown mit Halbjahreszahlen und bestätigtem Ausblick – kein DAX-Wert berichtete.
Zu Nvidia im Detail: Das Konsens-Kursziel der Analysten liegt bei 305,79 USD und damit rund 45 % über dem aktuellen Kurs. Die Spannbreite ist groß: Morgan Stanley sieht 288 USD, die Bank of America 350 USD – deren Analyst Vivek Arya erwartet sogar 94 bis 95 Mrd. USD Umsatz und eine Guidance von 107 bis 108 Mrd. USD, also deutlich über Konsens. Sein Argument: ein Forward-KGV von 16 auf die 2027er Gewinne sei ein Dekadentief. Morgan Stanley nennt dagegen vier Bremsen: Marktanteil im Wettbewerb, zirkuläre Finanzierung des KI-Ökosystems, Bruttomargen-Pfad ab 2027 und die Größenordnung des Rubin-Beitrags. Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von 5,6 % ein – etwa 286 Mrd. USD Marktwert. Zur Einordnung: In den vergangenen vier Quartalen fiel die tatsächliche Reaktion mit durchschnittlich 2,8 % kleiner aus – und war jedes Mal negativ.
Morgen folgt mit Marvell der zweitwichtigste Halbleitertermin der Woche, dazu Autodesk, Workday, Ulta Beauty, Dollar General und Dollar Tree.
Live-Kurse (Crypto.com, Stand 17:39 Uhr MESZ): Der Kryptomarkt konsolidiert nach der Rally der Vorwoche. Bitcoin gibt 1,82 % auf 77.998 $ ab, Ethereum 1,33 % auf 2.446 $, Solana 2,55 % auf 95,85 $. Bitcoin bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 77.619 und 79.568 $ und liegt damit rund 3.300 $ unter dem Hoch vom Dienstag.
Die Bewegung passt ins Gesamtbild des Tages: Auch hier wird vor den Nvidia-Zahlen Risiko abgebaut. Hinzu kommt, dass die leicht über der Erwartung liegende PCE-Gesamtrate die Zinsfantasie dämpft – und es war genau diese Fantasie, die Bitcoin vergangene Woche über die Marke von 80.000 Dollar getragen hatte. Zinslose Anlageklassen reagieren empfindlich, wenn eine Fed-Lockerung unwahrscheinlicher wird.
| Sektor | Bewertung | Momentum |
|---|---|---|
| Technologie | teuer | abwartend vor Nvidia |
| Halbleiter | teuer | gespalten (Nvidia vs. AMD/Micron) |
| Software | teuer | schwach (SAP −2,9 %) |
| Banken / Finanzen | fair | stark (Dt. Bank 15-Jahres-Hoch) |
| Baustoffe / Bau | fair | sehr stark (Heidelberg Mat. +5,2 %) |
| Stahl / Grundstoffe | günstig | Erholung (Salzgitter +7 %) |
| Industrie | fair | fest |
| Zykl. Konsum | fair | schwach (adidas −1,3 %) |
| Gesundheit | günstig | Übernahmefantasie (Qiagen +2,2 %) |
| Energie | fair | Öl auf Zweiwochentief |
| Transport / Luftfahrt | fair | entlastet (Kerosinkosten) |
| Edelmetalle | teuer | Konsolidierung |
Zur Orientierung: Der Tag hat eine klare Trennlinie zwischen alter und neuer Wirtschaft – und ausnahmsweise gewinnt die alte. Baustoffe, Stahl, Banken und Industrie führen, während Software und Technologie abgeben. Das ist kein Zufall: Vor einem binären Ereignis wie den Nvidia-Zahlen wird Risiko im teuersten Segment abgebaut und in Substanz umgeschichtet. Der Ölpreisrückgang wirkt dabei doppelt – er belastet den Energiesektor und entlastet gleichzeitig Transport und Luftfahrt. Bei den Edelmetallen ist der Rücksetzer direkt auf die etwas zu warme Inflationszahl zurückzuführen. Keine Anlageberatung.
Die Zahlen für Q2 des Geschäftsjahres 2027 kommen gegen 22:20 Uhr MESZ. Konsens: 92,2 Mrd. USD Umsatz (+97 % gegenüber Vorjahr), 2,09 USD Ergebnis je Aktie, Ausblick rund 104 Mrd. USD. Die entscheidende Zahl ist jedoch die Bruttomarge: Steigende Kosten für Speicher, Wafer und Advanced Packaging stellen die Frage, ob sich die Marge um 75 % stabilisieren lässt. Weitere Streitpunkte sind der Rubin-Hochlauf – rund 150.000 Einheiten in Q3, etwa 9 Mrd. USD – und die zirkuläre Finanzierung des KI-Ökosystems. Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von 5,6 % ein, rund 286 Mrd. USD Marktwert. Zur Einordnung: Die tatsächliche Reaktion lag in den letzten vier Quartalen bei durchschnittlich 2,8 % – und war jedes Mal negativ.
Kiplinger / Morgan Stanley / BenzingaDer PCE-Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, stieg im Juli um 3,7 % gegenüber Vorjahr und lag damit einen Zehntelpunkt über der Erwartung. Die Kernrate traf mit 3,3 % genau die Prognose – das entschärfte die Zahl. Die persönlichen Einkommen legten 0,4 % zu, die Konsumausgaben 0,2 %, die Sparquote blieb bei 3,0 %. Deutlich stärker als erwartet fielen die Auftragseingänge langlebiger Güter mit +1,1 % aus (erwartet +0,5 %). Das Wachstum im zweiten Quartal wurde mit +1,5 % annualisiert bestätigt.
BEA / Yahoo Finance / CNBCLaut Reuters haben sich beide Länder auf einen vorläufigen Rahmen zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus verständigt. Der Ölpreis fiel daraufhin auf ein Zweiwochentief – Brent gab rund 2 % ab und hat seit Montag etwa 8 USD je Barrel verloren. Teheran erklärte allerdings am selben Tag, die USA stünden einem Abkommen im Weg. Zur Einordnung: Die Hormus-Krise läuft seit Februar; Brent erreichte im März in der Spitze 126 USD, der Schiffsverkehr war zeitweise von 31 auf 5 Schiffe pro Wochenende eingebrochen. Rohöl liegt seit Jahresbeginn weiterhin über 40 % im Plus.
Reuters / CNBCAuf den Betriebsversammlungen in Emden und Zwickau wurde Konzernchef Oliver Blume konkreter als tags zuvor in Wolfsburg. Rund ein Viertel der Managementpositionen werde abgebaut; der Stellenabbau konzentriere sich auf Nicht-Produktionsbereiche. Vier Standorte hätten in den 2030er-Jahren keine wettbewerbsfähige Belegung: Emden, Zwickau, Hannover und Audi Neckarsulm. Schließungen seien jedoch nicht beschlossen und „immer die letzte und teuerste Lösung"; binnen sechs bis zwölf Monaten werde es belastbare Perspektiven für alle Standorte geben. Die kursierende Zahl von 50.000 Stellen nannte Blume eine „theoretische Rechnung".
dpa-AFX / HandelsblattDie Aktie gewann 4,31 % und notierte zwischenzeitlich über 5 % im Plus – so hoch stand sie zuletzt 2014. Auch die Commerzbank legte 2,81 % zu. Der gesamte europäische Bankensektor profitierte von der Aussicht auf länger hohe Zinsen. Ebenfalls stark: die Baustoff- und Stahlwerte mit Heidelberg Materials (+5,24 %), Salzgitter (über +7 %) und ThyssenKrupp (+5,14 %).
Handelsblatt / dpa-AFXAnalyst Michael Briest stufte die Aktie herunter, hob das Kursziel jedoch auf 201 Euro an. Begründung: Das Papier sei „reasonably valued", die Anlegerstimmung aber fragil. SAP verlor 2,93 % und war damit größter DAX-Verlierer, zwischenzeitlich lag das Minus bei fast 4 %. Mit 541 Mio. Euro Umsatz war die Aktie zugleich der mit Abstand meistgehandelte Wert im Index.
UBS / dpa-AFXDas Symposium läuft vom 27. bis 29. August unter dem Thema „Financial Innovation: Implications for Payments and Policy". Die Keynote von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag ist sein Debüt als Vorsitzender. Der entscheidende Kontext: Die Fed diskutiert eine Zinserhöhung, keine Senkung. Bei der Juli-Sitzung wurde der Satz mit 9:3 Stimmen bei 3,50–3,75 % belassen – drei Regionalpräsidenten votierten für eine Anhebung, die hawkischste Spaltung seit 2016. Der nächste Zinsentscheid fällt am 16. September.
Federal Reserve / NewsquawkMontag (24.08.): Rotation aus Technologie in Substanzwerte; Bessent stellte am Abend das Iran-Sanktionspaket vor, chinesische Staatsbanken blieben unbenannt.
Dienstag (25.08.): Der deutsche Datentag – ifo-Geschäftsklima 88,8 und BIP-Revision auf +0,3 %. In den USA erholten sich die Halbleiter, Nvidia beendete eine siebentägige Verlustserie.
Mittwoch (26.08.): US-PCE-Preisindex knapp über Erwartung (3,7 %), Kernrate im Rahmen. Nach US-Börsenschluss die Nvidia-Quartalszahlen – dazu Salesforce, CrowdStrike, HP und Synopsys.
Donnerstag (27.08.): Nachlauf der Nvidia-Reaktion, Auftakt des Jackson-Hole-Symposiums, EZB-Protokoll, Zinsentscheid der Bank of Korea. Nachbörslich Marvell als zweitwichtigster Halbleitertermin.
Freitag (28.08.): Der Höhepunkt – die Keynote von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole gegen 16:00 Uhr MESZ, sein erster großer Auftritt als Notenbankvorsitzender, 19 Tage vor der FOMC-Sitzung. Dazu deutsche Arbeitsmarktdaten und Inflationszahlen aus Japan und Frankreich.
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